Auszeichnungen / Ankäufe

 

 

Auszeichnungen

 

– Bronze-Preis der 8. Internationalen Poster Triennale

in Toyama, Japan (2006)

 

– Zwei Gewinnerplakate «100 Beste Plakate 05 –

Deutschland, Österreich, Schweiz» (2006)

 

– Certificate of Honour der 15. Internationalen Plakatbiennale Lahti, Finnland (2005)

 

Award (Kategorie Plakat) der 5. Internationalen Biennale für Graphic-Design Moskau, Russland (2000)

 

Auszeichnungen «Bestes Schweizer Plakat des Jahres»

des Bundesamtes für Kultur (1996 / 1999)

 

– Fotografie-Preis des Kuratoriums des Kantons Aargau

(1994)

 

– Bundesstipendium für angewandte Kunst in Fotografie

(1988)

 

– Leistungspreis für Grafik der Schule für Gestaltung Zürich (1988)

 

– Förderungsbeitrag des Kuratoriums des Kantons Aargau, Bereich Bildende Kunst (1982)

 

Ankäufe

 

Ankauf Kunstbesitz der Stadt Aarau (2015)

Ankauf Fotostiftung Schweiz, Winterthur (1988)

 

Diverse Plakate in den Sammlungen von

 

– Musée des arts décoratives Paris

– Plakatsammlung Museum für Gestaltung Zürich

– Plakatsammlung Schule für Gestaltung Basel

 

 

 

 

 

Kuratorium des Kantons Aargau

Wettbewerb für Fotografinnen und Fotografen

Bericht der Jury (Juni 1994)

 

Peter Frey, Aarau (*1959)

 

Rigoros gesetzte Ausschnitte, strenge Kompositionen, minimaler, aber präziser Einsatz der Bildmittel Peter Freys grossformatige Fotografien öffnen

den Blick auf Situationen, die geprägt sind von einem absurden Dialog zwischen natürlichen und gestalteten Elementen. Absurd deshalb, weil die Gestaltung

aus nichts anderem als aus Nachahmung der Natur besteht und die Natur ihrerseits, geputzt und zurechtgestutzt, in das gestaltete Ambiente eingepasst ist. Nicht das Spannungsfeld Natur gestaltete Welt (Kultur) ist also das eigentliche Thema dieser Arbeit, sondern die Erkenntnis, dass die Kultur, hier in Form

des banalsten Alltagsdesigns, die Natur längst in ihre Konzeption von Realität integriert hat. Die in den Vergnügungsparks «Eurodisneyland», «Parc d'Astérix» und

«Europa-Park Rust» entstandenen Bilder verweisen mit Nachdruck auf die Inszenierung der Wirklichkeit.

        Simulation, Imitation, Realität aus zweiter Hand sind zentrale Themen

in einer von Medien dominierten Gesellschaft. Die vorliegenden Bilder regen an, darüber nachzudenken. Die Jury sieht darin auch eine konsequente Weiter- entwicklung von Peter Freys früheren fotografischen Arbeiten, die vor allem durch den Bildband «Das Gesicht der Schweiz» einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht wurden.

 

 

 

Mit Cyan, Magenta und Yellow

Prämierung der «Schweizer Plakate des Jahres 1996»

 

Im letzten Sommer war es in Aarau zu sehen, in den nächsten Monaten auch in anderen Schweizer Städten: Das Plakat für das Kino Freier Film Aarau von Irene Vögeli und Peter Frey. Gestern Abend erhielten die beiden im Genfer Palexpo von Bundesrätin Ruth Dreifuss eines der begehrten Diplome, die für die «Schweizer Plakate des Jahres 1996» verliehen wurden.

        Während der Sommerferienzeit verwaisen die Plakatstellen, die normalerweise durch das Aarauer Kulturprogramm besetzt werden. Dies bewog die zwei im Aargau wohnenden Gestalter beide aktive Mitglieder des Freien Films diese brachliegenden Werbeflächen für das Studiokino und sein Programm zu nutzen. Fest stand von Anfang an, dass das Plakat eine Nah- und eine Fernwirkung haben müsse. Ein grosser, angeschnittener Kino-Schriftzug teilt die Fläche entzwei.

        Aus Kostengründen verzichteten Irene Vögeli und Peter Frey auf schwarze Farbe. Dass das Plakat dennoch vierfarbig erscheint, ist darauf zurückzuführen, dass die Überlagerung der drei Druckfarben Cyan, Magenta und Yellow das dominierende Schwarz ergeben. Aus der Distanz fällt vor allem das statische weisse Feld auf, eine Leinwand, die Raum für eigene Projektionen und geschaute Filme bietet. Auf der rechten, fein durchstrukturierten Seite entdeckt man bei genauerem Hinsehen Bildsequenzen aus Godards «A bout de souffle» oder Fassbinders «Lola». Irene Vögeli: «Wir haben bewusst Bilder aus Filmen gewählt, die mit dem Licht arbeiten oder eine bestimmte Art des Schauens vermitteln.»

        Die «gestörten» Bilder erinnern darüber hinaus durch ihre Zacken und Durchbrochenheit etwa an die Tonspur oder an die Perforation eines Filmstreifens, aber auch daran, dass Kino aus bewegten Bildern besteht. Und Peter Frey ergänzt:

«Wir wollten ein Objekt, das nicht einfach nur werbewirksam ist, also auf den ersten Blick alle Elemente verrät, sondern auch eines, das nachwirkt.»

 

(ngr)

Aargauer Zeitung (1. Mai 1997)

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